Kräuter der Provence sind eine getrocknete Gewürzmischung aus Thymian, Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut und Majoran, benannt nach der südfranzösischen Region. Eine feste Rezeptur gibt es nicht, doch die Kräuter passen zu Gegrilltem, Schmorgerichten, Ratatouille und Ofengemüse und lassen sich mit wenigen Zutaten leicht selbst mischen.
Kaum eine Gewürzmischung steht so sehr für südfranzösische Küche wie die Kräuter der Provence. Sie bringen Sonne ins Essen und lassen sich in fast jeder mediterranen Sauce oder Marinade einsetzen. Was genau hineingehört, wofür man sie verwendet und wie man sie selbst zusammenstellt, klärt dieser Ratgeber.
Was sind Kräuter der Provence?
Kräuter der Provence sind eine getrocknete Mischung typisch mediterraner Küchenkräuter, benannt nach der südfranzösischen Region. Eine feste, gesetzlich geschützte Rezeptur gibt es nicht – die Zusammensetzung variiert je nach Hersteller. Den Kern bilden aber fast immer Thymian, Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut und Majoran. Manche Mischungen enthalten zusätzlich Basilikum, Estragon oder Lavendelblüten. Letztere geben der Mischung eine leicht blumige Note, sind aber nicht in jeder Variante enthalten.
- Basis: Thymian, Rosmarin, Oregano.
- Typisch dazu: Bohnenkraut, Majoran.
- Optional: Basilikum, Estragon, Lavendel.
Wofür verwendet man Kräuter der Provence?
Die Mischung ist ein Allrounder der mediterranen Küche. Sie passt hervorragend zu Gegrilltem, zu Schmorgerichten, Ratatouille und Ofengemüse. Auch über Kartoffeln, in Tomatensaucen, an Hähnchen oder Lamm entfalten die Kräuter ihr Aroma. Wichtig dabei: Getrocknete Kräuter geben ihren Geschmack langsam ab, deshalb gibt man sie früh beim Kochen dazu und nicht erst am Ende. In Öl oder Butter angeschwitzt entfalten sie sich am besten.
| Gericht | Wirkung | Zugabe |
|---|---|---|
| Ofengemüse | mediterranes Aroma | vor dem Backen |
| Schmorgericht | Tiefe und Würze | früh mitkochen |
| Gegrilltes | kräftige Note | in der Marinade |
Kräuter der Provence selbst mischen
Wer die Mischung selbst macht, bestimmt den Geschmack genau. Ein einfaches Grundrezept: zwei Teile Thymian, je ein Teil Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut und Majoran. Wer es blumig mag, gibt eine kleine Prise getrockneten Lavendel dazu. Die getrockneten Kräuter werden vermengt und luftdicht in einem dunklen Glas aufbewahrt. So bleibt das Aroma mehrere Monate erhalten. Selbst gemischt schmeckt es oft frischer als gekaufte Fertigmischungen, die schon länger im Regal standen.
Aroma, Lagerung und Trends
Getrocknete Kräuter verlieren mit der Zeit ihr Aroma, deshalb zählt die richtige Lagerung. Dunkel, trocken und luftdicht gelagert bleiben sie am längsten kräftig – wer seine Vorräte grundsätzlich geordnet lagert, hat davon auch bei anderen Gewürzen etwas. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE, 2024) sind Kräuter und Gewürze eine kalorienarme Möglichkeit, Speisen zu würzen und so den Salzkonsum zu senken. Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes (2024) zeigt, dass der Anbau von Küchenkräutern in deutschen Haushalten beliebt ist – viele ziehen Thymian und Rosmarin selbst. 2026 liegen selbst gemischte, regionale Kräutermischungen und der Anbau auf Balkon und Fensterbank im Trend.
Häufige Fragen
Welche Kräuter sind in Kräutern der Provence?
Meist Thymian, Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut und Majoran. Manche Mischungen enthalten zusätzlich Basilikum, Estragon oder Lavendel.
Wofür verwendet man die Kräutermischung?
Für Ofengemüse, Schmorgerichte, Ratatouille, Kartoffeln, Tomatensaucen sowie für Hähnchen und Lamm.
Sind Lavendelblüten immer enthalten?
Nein. Lavendel ist optional und gibt eine blumige Note – viele klassische Mischungen kommen ohne ihn aus.
Wann gibt man die Kräuter dazu?
Früh beim Kochen, da getrocknete Kräuter ihr Aroma langsam abgeben. In Öl oder Butter angeschwitzt entfalten sie sich am besten.
Kräuter der Provence im eigenen Rezept einsetzen
Wer unsicher ist, wo er anfangen soll, startet am besten mit der Basis aus Thymian, Rosmarin und Oregano und ergänzt schrittweise Bohnenkraut oder Majoran, bis das eigene Verhältnis passt – das Grundrezept aus zwei Teilen Thymian und je einem Teil der übrigen Kräuter ist dafür ein guter Ausgangspunkt. Wer selbst mischt und dunkel sowie luftdicht lagert, hat über Monate hinweg ein Aroma zur Hand, das gekauften Fertigmischungen oft überlegen ist – und weiß dabei genau, was in der eigenen Küche verwendet wird.

